Diktatur. Krieg. Und danach. - Radolfzell 1933 bis 1945. (Sonderausstellung im Sadtmuseum Radolfzell)
10.04.25 – 12.04.26 | 11:00-17:00 Uhr
|Stadtmuseum Radolfzell
Vor 80 Jahren ging der 2. Weltkrieg zu Ende. Unzählige Dokumente, Bücher und Filme widmen sich diesem Kapitel deutscher Geschichte. Doch wie sah der Alltag jener Zeit in Radolfzell aus? Was geschah an der sogenannten „Heimatfront“? Einen Eindruck davon vermittelt ab


Zeit und Ort
10.04.25 – 12.04.26 | 11:00-17:00 Uhr
Stadtmuseum Radolfzell, Seetorstraße 3, 78315 Radolfzell am Bodensee, Deutschland
Über die Veranstaltung
Was viele nicht wissen: Radolfzell spielte damals eine besondere Rolle durch die Stationierung bewaffneter SS-Einheiten in der eigens dafür erbauten Kaserne. Der Kasernenbau war das Lieblingsprojekt des NSDAP-Kreisleiters Eugen Speer, der 1934 den Radolfzeller Bürgermeister Otto Blesch aus seinem Amt drängte. Das Projekt sollte die Arbeitslosigkeit in der Region senken und der Stadt langfristig wirtschaftliche Vorteile verschaffen. Am 31. Juli 1937 zog das 3. Bataillon der SS-Verfügungstruppe der Standarte „Germania“ mit 788 Männern und 39 Pferden von Singen kommend in die Kaserne ein. Die bis Kriegsende mehrfach wechselnden Einheiten sollten später für Verbrechen und vielfaches Leid auch in der Umgebung verantwortlich werden.
Die Radolfzeller SS brachte sich aktiv in das gesellschaftliche Leben der Stadt ein und präsentierte sich auf Traditionsfesten und Veranstaltungen. SS-Angehörige führten ihr Schwimmtraining im eigens für sie gebauten Aachbad Singen durch, feierten im Waldheim „Sennhof“, unterhielten Beziehungen zu jungen Frauen in Radolfzell und zu „Arbeitsmaiden“ im Lager…
